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HP Velotechnik goes Enduro

Ein voll gefedertes Dreirad als neues Spaßfahrzeug fürs Gelände: Die Trikes von HP Velotechnik sind wahre Verwandlungskünstler und erobern nun auch den Wald.

Mit dicken Stollenräder verspricht das metallic-grüne Scorpion fs Enduro Trike den Buschpiloten ein völlig neues Fahrgefühl mit garantiert hohem Genuss-Faktor für Naturfans.

Nach der Erstvorstellung in München am 23. Juli 2013 können sich Radfans auf die Präsentation des Gelände-Trikes bei der internationalen Fahrradmesse Eurobike freuen.

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KRIFTEL, 23.7.2013. Klar, ein Dreirad von HP Velotechnik hat immer vorne zwei Räder zum Lenken und hinten eines zum Beschleunigen – aber dem, was dazwischen passiert, sind kaum Grenzen gesetzt: „Customize your life“ ist das Motto der Liegeradmanufaktur im Vordertaunus: In mehr als hunderttausend Varianten lassen sich zum Beispiel die Räder der Produktlinie Scorpion konfigurieren. Doch mit dem Scorpion fs Enduro Trike, das die Liegeradspezialisten auf der Eurobike in Friedrichshafen vorstellen, sprengen sie die Grenzen ihres eigenen Fahrrad-Konfigurators. Einen Trike-Traum in metallic-grün fürs Gelände haben die Krifteler hingezaubert, funktional akzentuiert durch himmelblaue Komponenten. Der Designer-Coup hat schon bei ersten Testfahrten im Taunus für ungläubige Blicke der Mountainbiker gesorgt – und wird auch in Friedrichshafen (28.-31.8., Stand FW 300) für Aufsehen sorgen.

Die markante Farbstellung passt perfekt zum Einsatzgebiet des voll gefederten Scorpion fs Enduro: Das leuchtend grüne Trike verwöhnt Naturfans, die mit lässig hochgelegten Beinen auf Wurzelteppichen beschleunigen wollen. Voll auf ihre Kosten aber kommen wilde Buschpiloten, die nach dem neuen Kick suchen: Mit dem tiefgelegten „Dreier“ sind Moves und Manöver möglich, die ein Zweirad glatt verweigern würde.

Für ein Maximum an Fahrspaß sorgt eine Eigenheit, die erfahrene Biker im ersten Augenblick verblüffen dürfte: Die beiden Shimano-Scheibenbremsen aus der XT-Reihe greifen bissig nur an den Vorderrädern zu. Dabei ist selbst bei maximaler Verzögerung ein Abgang über den Lenker ausgeschlossen – ein Vorteil des Trike-typischen tiefen Schwerpunktes. Der Clou: Der für jedes Rad einzeln präzise zu dosierende Bremseinsatz erzeugt ein beeindruckend dynamisches Kurvenverhalten. Versierte Triker bremsen so das kurveninnere Rad gezielt an, um im spektakulären Slide die Richtung zu wechseln. Paul Hollants, einer der beiden ründer von HP Velotechnik, prophezeite direkt sich nach ersten Testfahrten: „Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade die beliebten breiten Brechsandstrecken in Bikeparks eine Spielwiese für unsere Enduro-Scorpione werden.“

Trotz völlig neuen Fahrgefühls müssen Biker keinesfalls auf das bewährte Rüstzeug der MTB-Fraktion verzichten: Voll gefedert geht es zum Ausritt – allerdings verteilen sich die 200 Millimeter Gesamtfederweg konstruktionsbedingt auf drei Räder. Gerade am Hinterrad wirken dabei ungeheure Kräfte. Ein Fall für die Reifen aus der neuen Super-Gravity-Familie von Schwalbe: leicht und dennoch mit extrem belastbarer Karkasse. Die verleihen ein Plus an Traktion, das Trike-Piloten am Antrieb bisher nicht kannten. Bewusst haben die Krifteler für die Stollenturbine hinter dem Sitz auf die kompakten 26 Zoll gesetzt, um die Vorzüge des Liegeradfahrens mit der notwendigen Bodenfreiheit im Gelände zu kombinieren. Die griffigen blauen Plattform-Pedale und ein wasserfestes EVA-Sitzpolster unterstreichen den für ein Dreirad ungewöhnlichen MTB-Charakter.

Enduro-typisch lassen sich Bergpassagen lässig bezwingen. Dabei sorgt die Kombination von Shimanos 9-fach XT-Kassette mit 3-fach Dual Drive von Sram für 27 voll schaltbare Gänge. Bei langen Abfahrten kommt die, im Dreiradbau übliche, Feststellbremse zum Einsatz: Fein dosiert macht sie am Hinterrad eine komfortable Dauerverzögerung möglich. Für Paul Hollants zeichnet sich klar ab: „Das Einsatzgebiet des Scorpion fs Enduro sind gewiss nicht verblockte Trails im Grenzbereich. Dafür baut schon das Fahrwerk zu breit. Vielmehr kann sich der Fahrer auf formidables Waldwege-Surfen freuen.“

Zentraler Grund für das stabile Fahrverhalten ist Technik aus dem Automobilbau, die im Scorpion fs Enduro Trike zum Einsatz kommt. Die hohe Spurtreue in schnellen Kurven wird durch Einzelradaufhängung der Vorderräder nach dem McPherson-Prinzip erreicht. Das „HP Stabilizer System“ unter den Querlenkern der Vorderachse verhindert, dass sich Rad und Fahrer in schnellen Kurven übermäßig nach außen lehnen. Dem Bremstauchen beim Verzögern wirkt die Anti-Dive-Geometrie der Vorderachskonstruktion entgegen.

Mit der metallic-grünen Spaßmaschine zeigt die Liegerad-Manufaktur, wie sich höchste Ansprüche an Exklusivität und Vielseitigkeit verbinden lassen. Auch wenn die Konfiguration fürs Gelände weit über das bewährte Baukastensystem hinausgeht: Der blau-grüne Hingucker lässt sich mit HP Velotechniks Rahmenkit, das alle Trike-Spezialteile enthält, individuell aufbauen.

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Der Wunsch-Baukasten der Krifteler für Kompletträder hält Varianten in punkto Rahmen, Sitz, Federung, Antrieb, Bremsen, Pedale, Bereifung, Gepäckmitnahme,Wetterschutz und Sicherheitstechnik bereit. Gewiss: Nicht jede Konfiguration bietet sich für die Enduro-Version an. Kaum verzichten wird man aber beim Scorpion auf das solide, patentierte Faltgelenk. So lässt er sich zum Transport im Handumdrehen auf Platz sparende 125 x 83 x 62 cm falten.

Zwei spezielle Komfort-Tipps für Dreirad-Novizen und Liebhaber des rückenschonenden Pedalierens aber hat Hollants noch in petto: „Am Enduro lässt sich problemlos ein 3-fach Kettenblatt mit dem vorhandenen Antrieb kombinieren. Da kommen Sie auf 81 Gänge und eine unglaubliche Spreizung von 916 Prozent. Und wer das Scorpion fs Enduro Trike zum ganz entspannten Blaumachen einsetzen will, nimmt es mit unserem kraftvollen Elektro-Antrieb.“

(Pressetext: HP Velotechnik, Alexander Kraft)